Experiment: Sinne reaktivieren – im Detail das Gehör und aktuelle Störgeräusche in der Natur
Viele Informationen gehen tagtäglich an uns vorbei. Die Zeit ist hektisch und komplex so das wir zwingend herausfiltern müssen welche Informationen für uns im Augenblick wichtig sind und welche nicht. Es wird vermutlich keine zwei Menschen auf dieser Welt geben die die selben Informationen und Eindrücke gleichartig wahrnehmen. Jeder von uns entwickelt ein persönliches “Weltbild”. Was aber wenn dieses “Bild” trügt, allmählich verschwimmt, von außen sehr stark beeinflusst wird oder wir alle in eine Art “Schablone” geraten und den Fokus auf Ursprüngliches verlieren?
Nein, noch bin ich nicht völlig durchgeknallt, ich las nur in einem interessanten Buch von einem Experiment was ich der “Wir”-Generation zur Verfügung stellen möchte. Es geht darum sich jeden Tag bewusst und zentriert mit einem der menschlichen Sinne auseinanderzusetzen. Sozusagen diesem Sinn besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Wenn man naturwissenschaftlich herangeht tut man sich schwer die wirklichen Sinne des Menschen herauszufinden. Aber man kann es begrenzen auf die bekanntestene Sinne:
- Sehen
- Hören
- Riechen
- Schmecken
- Tasten
Es ist ein interessantes Wahrnehmungsexperiment denn allein nur das Konzentrieren auf das Hören hat bei mir bewirkt das ich vermehrt Störgeräusche in meiner Umwelt wahrnehme. Orte an denen wirklich null Störgeräusche auftreten konnte ich kaum noch finden. Da ich in der Nähe einer Autobahn wohne ist je nach Windrichtung ein gewisses Rauschen immer zu hören und das auch bei sportlichen Aktivitäten die weit entfernt von der Autobahn stattfinden. Ob im Wald oder in den Bergen, es gibt kaum Orte an denen diese Störgeräusche nicht zu hören sind.
Eine noch höhere Belastung liegt natürlich vor wenn sich in der Nähe ein Flughafen befindet. Das zeigt ein aktueller Bericht der zeit.de – Flughafen Fraport. Selbst wenn dort ein nächtliches Flugverbot herrscht, so bedeutet das lediglich das spätestens ab morgens 5 Uhr die Flieger im 2 Minuten Takt starten. Menschen die derartigen Belastungen ausgesetzt werden erhalten mein volles Verständnis wenn sie darüber klagen. Nur noch interessanter ist die Frage: Wenn der Mensch sich inzwischen über solche Lärmquellen bewusst wird und sie als störend einstuft wie soll dann die Natur mit so etwas umgehen. Der setzen wir derartige Geräuschkulissen permanent aus? Aus diesem Hintergrund heraus sollte man wirklich darüber nachdenken ob es notwendig ist mindestens einmal im Jahr Flugreisen in das geliebte Urlaubsland in Anspruch zu nehmen und ob es nicht Alternativen gibt.
Inzwischen greifen wir als Menschen an viele weiteren Stellen in der Natur ein. Nicht nur im Luftraum sondern auch auf Land oder auch im Meer (Whale and Dolfphin Conservation Society – Laute Meere. Bisher hatte ich geglaubt das man mit stromerzeugenden Windrädern die Natur entlastet – bis ich an einem mit dem Rad vorbeigefaren bin. Ich hab folgendes Video bei youtube.de gefunden was meinem Live-Eindruck sehr nahe kommt.
Sicher halb so wild glaubt man auf den ersten Moment. Dennoch behaupte ich das dass nach einigen Minuten und Stunden für jedes Lebewesen in gewisser Form Stress auslöst. Im Vergleich dazu das folgende Video.
Wann hast du das letzte Mal solche Geräusche wahrnehmen können? Probiert das “Sinnes-Experiment” aus, es kostet nichts außer ein bisschen Konzentration.

